Nördlich von Frankreich, zwischen Belgien und Deutschland erstreckt sich das Großherzogtum Luxemburg auf einer Fläche von 2586 km². Rund 37% der Landesfläche sind mit Wald bedeckt, etwa 10 % sind bebaute oder künstliche Flächen. Die Landwirtschaftliche Nutzfläche umfasst demnach rund 53% der Gesamtfläche Luxemburgs, was 1310 km² oder rund 131000 ha entspricht (Stand 2014 SER).

Luxemburg lässt sich grob in zwei natürliche Regionen aufteilen. Im Norden erstreckt sich ein Hochplateau (Ösling) als Ausläufer des rheinischen Schiefergebirges mit rund 32 % der Gesamtfläche. Dieses Hochplateau wird durch zahlreiche tiefe Fluss- und Bachtäler und den daraus hervorgehenden steilen Hanglagen geprägt. Der Süden des Landes (Gutland) umfasst rund 68% der Landesfläche und ist hauptsächlich aus Lias- und Triasdeformationen gebildet. Insgesamt sind die Böden in diesem Gebiet viel heterogener als in dem von Braun- und Parabraunerden dominierten Norden des Landes. Trotz der recht bescheidenen Gesamtgröße beherbergt das Großherzogtum 9 verschiedene geologische Ausgangsgesteine, welche sowohl den Bodentyp als auch die Bodenart der jeweiligen Gegend maßgeblich prägen. So reichen die Böden von sandigen trockenen bis hin zu schweren Böden mit Staunässe.

dscn0741-cutDie Jahresmitteltemperatur weist einen abfallenden Süd-Ost – Nord-West Gradienten auf, mit >10 °C an der Mosel und <7°C im äußersten Norden. Die jährlichen Niederschläge belaufen sich zwischen 950-1000 mm im Norden und Westen des Landes und lediglich 700 im Zentrum bis Osten des Landes.

Von den rund 131000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche werden etwa 62000 ha beackert; die restliche Fläche ist von Dauergrünland bedeckt. Hauptbestandteil des luxemburgischen Ackerbaus ist der Getreideanbau mit knapp 28500 ha (21 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche), von dem der Weizen mit mehr als 12000 ha gefolgt von Gerste mit rund 8300 ha die Hauptkulturen darstellen. Weitere bedeutende Getreidekulturen sind Triticale (4700 ha) sowie Hafer und haferbetonte Menggetreide (1500 ha).

Futterpflanzen (Mais, Feldfutter oder Ackergras und Futterleguminosen) umfassen rund 27000 ha (20 % der landwirtschaftlichen Fläche), was durch die von Viehwirtschaft geprägte Landwirtschaft zu erklären ist.

dscn6213-cutDie Industriepflanzen (hierzulande hauptsächlich Raps) umfassen mit rund 4800 ha lediglich 3,6 % der landwirtschaftlichen Fläche, der Kartoffelanbau wird auf nur noch rund 700 ha betrieben, wovon der Großteil der Pflanzguterzeugung im Norden des Landes dient. Gartenbau (87 ha) , Weinberge (1200 ha) und andere Dauerkulturen sind eher marginalen Ausmaßes, obwohl, vor allem die Weinberge die landwirtschaftlichen Betriebe als auch die Kulturlandschaft im Osten des Landes entlang der Mosel maßgeblich prägen.

Hauptbewirtschaftungsform der Luxemburger Landwirtschaft ist die konventionelle Landwirtschaft (126500 ha) bei der jedoch seit den 90er Jahren das Prinzip der integrierten Landbewirtschaftung auf einer Vielzahl von Betrieben im Vordergrund steht. Die biologische Landwirtschaft ist mit rund 4500 ha (Stand 2014) eher eine Randerscheinung, vermag allerdings durch verstärkte staatliche als auch europäische Unterstützungsmaßnahmen in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen.